𝐀𝐥𝐚𝐧 𝐆𝐢𝐥𝐛𝐞𝐫𝐭 Dirigent
𝐈𝐧𝐨𝐧 𝐁𝐚𝐫𝐧𝐚𝐭𝐚𝐧 Klavier
𝐖𝐨𝐥𝐟𝐠𝐚𝐧𝐠 𝐀𝐦𝐚𝐝𝐞𝐮𝐬 𝐌𝐨𝐳𝐚𝐫𝐭 Konzert für Klavier und Orchester Nr. 25 C-Dur KV 503
𝐃𝐦𝐢𝐭𝐫𝐢 𝐒𝐜𝐡𝐨𝐬𝐭𝐚𝐤𝐨𝐰𝐢𝐭𝐬𝐜𝐡 Symphonie Nr. 10 e-moll op. 93
Die Musik soll auch in der schauervollsten Lage niemals das Ohr beleidigen, sondern doch dabei Vergnügen, folglich allzeit Musik bleiben. Dies meinte Mozart einmal – und wir beginnen das Programm mit dem letzten der großen zwölf Klavierkonzerte, die er in einem unglaublichen Schaffensrausch in Wien verfasste, bevor sein Stern langsam verblasste und er in einem Brief äußerte: Mir wird es nimmer wohl werden. Und es scheint tatsächlich so, als ob er das Stück 1786 mit einem lachenden und einem weinenden Auge geschrieben hat – was der Musikwissenschaftler Attila Csampai einmal als heitere Trauer des späten Mozart charakterisierte. Es finden sich darin Freude und Verspielt heit neben Melancholie und Dramatik. Danach dreht sich alles um Schostakowitsch, dessen Kompositionen ebenfalls sein bewegtes Leben zwischen Triumphen und Enttäuschungen widerspiegeln. Stets strebte er nach künstlerischer Unabhängigkeit, musste jedoch regelmäßig unter der Parteidoktrin seines Heimatlandes leiden. Seine zehnte Symphonie wirkt daher wie ein Aufatmen darüber, von einer Last befreit zu sein: Sie entstand 1953 kurz nach Stalins Tod – womit die schlimmste Phase der bedrückenden Zensur zumindest vorläufig endete. Schostakowitsch selbst bemerkte über die epische Symphonie, dass er mit ihr menschliche Empfindungen und Leidenschaften wiederge ben wollte. Das bewegende Werk mutet wahr lich wie ein Befreiungsschlag aus jener Zeit an: Ein düsterer und grüblerischer Gestus als Aus druck der vergangenen Erfahrungen prägt zu nächst weite Strecken, aber im Finale setzt sich eine optimistischere Stimmung durch.
Dieses Konzert ist Teil des Abo B.
Veranstaltungsort: Konzert- und Kongresshalle, Joseph-Keilberth-Saal, Mußstraße 1, 96047 Bamberg
Einlass: 16:45
Veranstalter: Bamberger Symphoniker
Kontakt: Tickets im Shop der Bamberger Symphoniker (Lange Straße 30), auf www.bamberger-symphoniker.de und unter 0951 99 39 10 99
Karten: www.bamberger-symphoniker.de